Wir haben uns riesig gefreut, dass so viele Menschen unserer Einladung zu „Pizza & Politik“ gefolgt sind. Es ging um den Haushalt, um Jugend, um die großen Projekte unserer Gemeinde. Vor allem ging es um eine Gesprächskultur, die erklärt statt zuspitzt und Lösungen sucht statt Lager zu bedienen.
Ein voller Raum, ein klares Format
Der Abend hatte eine besondere Qualität. Viele Menschen kamen nicht, um sich bestätigen zu lassen, sondern um zu verstehen und nachzufragen. Auch Vertreter anderer Fraktionen waren dabei.
Christina hat die Runde moderiert und bewusst auf ein Interviewformat gesetzt. Klare Fragen, verständliche Antworten, Raum für Nachfragen. So wurde aus einem komplexen Thema ein Gespräch, das man mitgehen konnte.
Im Mittelpunkt standen Beiträge von Martin Trautwein, Bürgermeisterkandidat der SPD, Günther Sasse, Gemeinderat sowie Felix Senner, Landratskandidat BÜNDINS 90/DIE GRÜNEN. Ergänzt wurde die Runde durch Perspektiven jüngerer Stimmen, unter anderem von Pia und Julian aus unserem Ortsverband sowie von Julian von der SPD. Das war abwechslungsreich, sachlich und nah an den Fragen im Raum.
Wertschätzung für das, was Horgau ausmacht
Uns ist wichtig, das gleich zu Beginn klarzustellen. Horgau ist lebenswert, weil in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten viel Gutes entstanden ist. Menschen haben Verantwortung übernommen, Projekte wurden umgesetzt, oft über Fraktionsgrenzen hinweg. Viele von uns leben genau deshalb gern hier. Manche sind weggezogen und bewusst zurückgekommen.
Wenn der Eindruck entsteht, wir würden diese Entwicklung kleinreden oder schlechtreden, dann ist das ein Missverständnis. Genau das Gegenteil ist der Grund, warum wir uns engagieren. Wir würdigen das Geschaffene, wollen das Bestehende bewahren und weiterentwickeln.
Warum der Haushalt jetzt ins Zentrum rückt
In der Vergangenheit waren Spielräume größer. Das machte Entscheidungen leichter. Wenn ausreichend Mittel vorhanden sind, kann eine Gemeinde parallel an vielen Themen arbeiten.
Heute hat sich die Lage verändert. Die Aufgaben bleiben groß, die Spielräume werden enger. Gerade deshalb wird der Haushalt zum entscheidenden Hebel. Nicht als Selbstzweck, sondern als Voraussetzung, damit Horgau auch künftig handlungsfähig bleibt.
Für uns bedeutet das: weniger Versprechen, mehr belastbare Planung. Nicht kurzfristig von Jahr zu Jahr, sondern mit Blick auf mehr als nur 2 – 3 Jahre.
Weitblick heißt: Folgekosten und Nutzung mitdenken
Bei großen Projekten geht es nicht nur um den Bau. Es geht um Betrieb, Instandhaltung, Energie, Personal, Reparaturen. Gemeinschaftsorte wie die Rothtalhalle sind für alle Generationen wertvoll. Gerade deshalb müssen wir vorausschauend planen, damit sie dauerhaft verlässlich erhalten bleiben.
Ein zweiter Punkt ist die Nutzung vorhandener Gebäude, Räume und Flächen. Wenn Spielräume enger werden, lohnt sich eine ehrliche Bestandsaufnahme. Was brauchen wir wirklich, wo entstehen Doppelstrukturen, welche Nutzung ist langfristig tragfähig. Solche Fragen sind nicht bequem, aber notwendig.
Lösungsansätze, die im Gespräch eine Rolle gespielt haben
Wir möchten nicht bei der Diagnose stehen bleiben. Uns geht es um Lösungen, die ohne reflexhafte Mehrbelastung der Bürgerinnen und Bürger auskommen und die trotzdem Wirkung entfalten.
1. Ein Raum- und Nutzungskonzept für kommunale Gebäude
Welche Funktionen sollen wo gebündelt werden. Welche Räume stehen zu welchen Zeiten leer. Welche Nutzung kann dauerhaft Kosten senken und Qualität erhöhen.
2. Einnahmen und Fördermittel konsequenter erschließen
Es geht nicht nur um Sparen. Es geht auch darum, Möglichkeiten zu nutzen, die es bereits gibt. Förderprogramme, Kooperationen, neue Formen der Nutzung kommunaler Flächen. Ziel ist, die Handlungsfähigkeit der Gemeinde zu stärken, ohne immer zuerst bei Gebühren und Abgaben anzusetzen.
3. Prioritäten setzen, damit Zukunftsthemen wieder möglich werden
Viele grüne Kernthemen liegen uns am Herzen. Klimaanpassung, sichere Wege für Kinder, mehr Grün im Ort, Hochwasserschutz, Energie. Damit wir hier vorankommen, brauchen wir zuerst eine stabile Grundlage. Das ist kein Rückzug, sondern eine Voraussetzung.
4. Auch mit wenig Budget ins Tun kommen
Ein Beispiel aus dem Abend war die Idee, Streuobstwiesen vor Ort weiterzuentwickeln. Solche Maßnahmen stärken Natur und Lebensqualität und sind häufig mit überschaubarem Mitteleinsatz umsetzbar, besonders wenn Fördermöglichkeiten klug genutzt werden.
Ein Satz zum Schluss
Zum Abschluss hat unser Gründer Rudi einen Satz gesagt, der hängen geblieben ist: „Wir sind gekommen, um zu bleiben.“
Das ist für uns keine Parole, sondern eine Zusage. Wir übernehmen Verantwortung, wir bleiben an den Themen dran und wir bleiben im Gespräch mit euch.
Wie es weitergeht
Wir möchten den Austausch fortsetzen. Wenn ihr Fragen habt, Anregungen oder konkrete Hinweise aus eurem Ortsteil, schreibt uns oder sprecht uns an. Kontaktmöglichkeiten findet ihr auf unserer Website.
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